Digital Business Podcast - CFO Show by Matthias Walter ESER

#205 - Björn Sperling: Ohne Fremdkapital zur Multi-Millionen D2C-Marke!

Matthias Walter ESER, MBA Episode 205

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In der 205. Folge begrüßt Matthias Walter Eser einen der eindrucksvollsten Bootstrapped-D2C-Founder im deutschen E-Commerce: Björn Sperling, Co-Founder & CEO von Sperling Bags – einer Premium-Marke für Taschen und Rucksäcke aus Korkleder, die in fünf Jahren ohne Fremdkapital, ohne VC-Runde und ohne Hype-Engineering aufgebaut wurde.

Björn Sperling LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bj%C3%B6rn-sperling-1837951b2/

Sperling Bags Homepage: https://sperling-bags.com/

Das Gespräch ist kein klassisches Founder-Interview. Es ist ein offener, schonungsloser Werkstattbericht zwischen zwei Praktikern, die wissen, wie viel Kapital, Schlaf und Beziehungssubstanz es kostet, eine Marke aus Eigenmitteln gegen einen der härtesten DTC-Märkte überhaupt aufzubauen.

Björn spricht über den Verkauf seines Wohnmobils als erstes Startkapital, über 4.000 Euro Lehrgeld an der indischen Zollgrenze, über 30.000 Euro Schaden durch eine eingesparte Pre-Production-Inspection, über die Veggie World als zufälligen Product-Market-Fit-Beschleuniger und darüber, warum Bastian Sievers (heute CEO Flaconi) der entscheidende Sparringspartner war, der die Marke vom Bauchgefühl in die Dashboard-Realität gezogen hat.

Ein Bootstrapped-Erfolg ist kein glücklicher Zufall. Er ist das Ergebnis radikaler Sparsamkeit, eines kompromisslosen Day-One-Mindsets und der Disziplin, jede Wissenslücke ernst zu nehmen, weil jede Lücke später zur strukturellen Schwachstelle im Unternehmen wird.

Du baust kein Unternehmen, indem du es täglich operativ ausführst. Du baust es, indem Du Systeme entwickelst, die unabhängig von Dir funktionieren. Wer das nicht versteht, verbaut sich selbst die Tür aus seinem eigenen Haus – und damit jede Möglichkeit auf einen Exit.


Was du in dieser Folge lernst:

  • Warum die wichtigste Finance-Entscheidung eines Bootstrapped-Founders nicht die Höhe des Startkapitals ist, sondern das Verhältnis von Cash-Risk zu Lehrgeld – und warum 4.000 Euro verlorener Kork an der indischen Grenze die billigste Compliance-Schulung sind, die ein Founder kaufen kann
  • Wie Sperling sein Working Capital ohne Banken, ohne Investoren und ohne Factoring aufgebaut hat: Equity Swap (Wohnmobil => Liquidität), Gründerstipendium NRW (2 x 1.000 EUR mntl. über 12 Monate), Businessplan-Wettbewerb (15.000 EUR Preisgeld) – ein Blueprint für DTC-Founder ohne Zugang zum klassischen VC-Markt
  • Warum die Inspection-Kosten von 400 EUR vor einer 30.000–40.000 EUR Charge in keiner Excel-Tabelle als Wahrscheinlichkeit auftauchen – und wie professionelle Sourcing-Risk-Frameworks aussehen sollten (Pre-Shipment-Inspection, MOQ-Management, Lieferanten-Due-Diligence)
  • Warum die erste Cash-Generierung über Offline-Messen statt Performance Marketing in einer kapitalarmen Phase überlegen ist – inklusive direktem Customer Insight Loop (Beispiel: Veggie World als Nischen-Hebel für eine vegane Lederalternative)
  • Wie aus „hemdsärmeligem Verkauf" eine dashboard-getriebene Operating-Maschine wird – und warum jede unverstandene Lücke im Reporting irgendwann zum schwächsten Glied der Kette wird (Brutto-Marge, Kostenstellen, Kosten-Umsatz-Relation als minimaler Funktionsumfang)
  • Warum „Aufbau eines Unternehmens" und „Ausführung im Unternehmen" zwei unterschiedliche Disziplinen sind – und warum Founder, die ihr Geschäft ohne dokumentierte Auslöser-Prozessketten betreiben, sich strukturell selbst in das Haus einbauen, das sie eigentlich verkaufen wollten#
  • Warum Sperling nach Aussage des Founders selbst aktuell nicht exit-bereit ist – und welche konkreten Schritte (Personenunabhängigkeit, dokumentierte Auslöser-Prozessketten, systematisches Operating Model) ein Bootstrapped-DTC durchlaufen muss, um einen Käufer überhaupt zu interessieren
  • Waru

Angaben gemäß § 5 TMG

ESER Capital Advisory Partners GmbH
vertreten durch: Herrn Matthias Walter Eser
Adlerstraße 9
82467 Garmisch-Partenkirchen

Hi und herzlich willkommen zur 205. Folge im Digital Business Podcast. Mein Name ist Matthias und ich freue mich, dass du heute wieder mit dabei bist mit einem umso spannenderen Gast, nämlich dem lieben Björn Sperling. Der Björn ist Co-Founder und CEO bei Sperling Bags, einer Modemarke im weitesten Sinne, die ich heute gemeinsam mit ihm auseinandernehmen möchte und zwar nicht weil sie so erfolgreich ist, sondern weil sie ein Positivbeispiel für E-Commerce Deutschland ist. Wie kann ein Bootstrap Case in einem so herausfordernden Markt gelingen, der in den vergangenen Jahren insbesondere auch im Zuge von zurückgehenden Konsumenten, Budgets und Co. nicht unbedingt vereinfacht wurde? Wie das Ganze gelungen ist, möchte ich heute mit dir lieber Björn auseinandernehmen. Deswegen verlier auch du gerne ein paar Worte über dich. Wer bist du, was machst du und warum machst du überhaupt das, du machst? Du hättest ja auch alle möglichen anderen Branchen targetieren können mit deinen Kompetenzen. Ja, erstmal vielen, Dank, dass ich hier sein darf. Ich freue mich sehr. Mein erster Podcast so in diese Richtung, deswegen bin ich auch sehr gespannt, wie es sich entwickelt. Mal gucken. Ja, erstmal was zu mir. Also ich bin Björn Sperling und ich habe die gleichnamige Marke gegründet. Sperling Bags. Bags, weil Sperling alleine war in der Domain nicht mehr frei, deswegen ist es Bags geworden. Recht pragmatischer Grund. Ich bin 32 Jahre alt und ich habe... Ich glaube, fünf Jahre müssen das jetzt gewesen sein. Mit meiner Freundin Katharina zusammen Sperling gegründet. Das verursache ich so neben dem Studium. Deswegen schwimme ich auch so bisschen bei der Aussage, wann wir gestartet sind. Weil es jetzt nicht so geplant ist, wir gründen jetzt in Stad und wir werden super erfolgreich. Sondern wir machen das mal so, mal gucken, wo es hinführt. Genau, und das müsste jetzt so fünf Jahre her gewesen sein. Ja, und wie sind wir dazu gekommen? Das ist eine sehr, lange Geschichte. Ich versuche sie einmal kurz zu raffen. Und zwar habe ich neben meinem Abi, ich habe 2013 Abitur gemacht, vor 13 Jahren habe ich angefangen. Taschen zu nähen, also aus Segelstoffen. so die 2010er Jahre war so Upcycling ja super hip. Man hat irgendwie aus Kaffeesäcken und aus Segelstoffen, aus allem hat man etwas geupcycelt. Und ich war oder bin Kitesurfer, also großer Drachen auf dem Wasser und hab dann mal so einen kaputten Kite gehabt und dachte mir, was mach ich jetzt damit? Und dann dachte ich mir, irgendwie eine Tasche daraus wäre cool. So was gab es schon, konnte ich mir aber nicht leisten, war irgendwie sehr teuer aus Schüler-Sicht damals. Dann habe ich selber eine Tasche draus genäht, konnte überhaupt nicht nähen. So sah es auch aus am Ende. Es war aber ganz spannend, weil ich diese eine Tasche bei Facebook gepostet Jetzt muss man sich zurück erinnern, 2010 so war Facebook anders. Da gab es Instagram auch noch gar nicht so richtig. Da hat es auf jeden Fall anders funktioniert. Das gepostet hatte nach einer Minute 100 Likes. Also 500 Likes teilweise. Es war was ganz anderes. Dann ist das irgendwie so entstanden, dass ich neben dem Abi ... angefangen habe Taschen zu nähen. Das war jetzt kein E-Commerce Case. E-Commerce, es gab kein Shopify oder ...... also auf war es mir nicht bekannt, ... vielleicht gab es das doch. Auf jeden Fall habe ich halt so ...... bei Facebook immer so, habe Taschen genommen, ... habe Facebook gepostet, hat sich irgendjemand gekauft. So das war so mein Schülerjob, ... ich nicht mit viel Geld mit verdient, ... das war halt so der bessere Schülerjob quasi. Und ich habe da sehr viel gelernt, weil ich natürlich irgendwie jetzt ... Rechnungen schreiben musste ... und ich musste mit Kunden kommunizieren. Es hat sich irgendwie so entwickelt, dann ich nach der Schule trotzdem, wie es sich gehört, ein Studium begonnen und bin eigentlich Ingenieur geworden in diesem Studium. Ich habe das auch abgeschlossen. Und als ich dann so am Ende des Studiums war, habe ich halt irgendwie gedacht, was mache ich denn jetzt? Als Ingenieur, vor vielen Jahren, heute hat sich ja besonders durch die Automobilindustrie ein bisschen was geändert, aber eigentlich ist das eine relativ save Bank, da verdient man auch viel Geld. Aber ich hatte nicht so richtig Lust drauf und habe gedacht, ich muss was anderes machen. Und in der Zwischenzeit habe ich Katharina kennengelernt, die diese Segeltuchtaschen unheimlich hässlich fand. Und dann ich gedacht, wir machen was anderes. Und hatte natürlich jetzt ein paar Jahre Erfahrung gesammelt, dass ich wusste, wie will ich es nicht machen. Also ich wusste, wenn ich das selber alles nähe, skaliert das nicht. Also ohne das Wort skalieren zu diesem Zeitpunkt gekannt zu haben, wusste ich, so funktioniert es nicht. Ich versklafe mich gerade so ein bisschen. Also ich tausche halt Zeit gegen Geld, das müssen wir anders machen. Ja, und dann haben wir auf jeden Fall so Stück für Stück das alles aufgebaut. Haben dann als Zwischenetappe noch unseren Camper verkauft, irgendwie das zu finanzieren. Weil irgendwo muss natürlich auch, wenn du es nicht alles selber machst, musst du ja auch irgendwie initiales Geld haben. Mit Banken haben wir geredet, die erstmal nicht mit uns weiter sprechen wollten. Am Anfang können wir vielleicht noch darüber reden, wenn es ein Thema wird. Ja, auf jeden Fall ist es glaube ich eine sehr, also eine Geschichte, die irgendwo angefangen hat. Zu dem Zeitpunkt war es nicht absehbar, wo sie mal enden würde. glaube, das beschreibt es ganz gut. Okay, also du gibst so viel Grundlage, wo man da einhaken kann. Ich glaube, eine Sache, die uns eint, ist wohl irgendwo eine gewisse Affinität für Zahlen. Als Ingenieur bist du ja unfreiwilliger oder freiwilligerweise regelmäßig mit Zahlen im Kontakt, allerdings meistens in einem anderen Kontext als im wirtschaftlichen. Da gibt es irgendwie noch so eine Mischgenese aus deiner Profession wie Wirtschaftsingenieure, die Ingenieure und BWLer zugleich sind. Der eine definiert sich so, der andere definiert sich so. immer abhängig davon, wen man fragt. Und üblicherweise ist es so, dass diese Gruppen, die sehr naturwissenschaftlichen, von Natur aus, zumindest viele, die ich kenne, sehr, sehr viele, nicht unbedingt das wirtschaftliche Interesse mitbringen. Die wollen sich schon auch sehr stark auf das kaprizieren, was sie im Studium lernen. Die finden das in der Theorie auch irgendwie spannend, aber sie wissen nicht genau, wie da später in Anwendung gebracht werden kann, mit Ausnahme dessen, wie du es eben beschrieben hast. Ich gehe in die Automobilindustrie und dort entwickle ich vielleicht Autos oder mache irgendwas im Konzern. Ich weiß genau, wie viel ich in 15 Jahren verdienen werde plus Bonus. Und dann wird mein Leben bestimmt gut sein. Irgendwas muss ja in deiner persönlichen Entwicklung, und zwar wird ich bitte verstehen, in deiner persönlichen Entwicklung anders gelaufen sein, dass du dieses Studium, das ja doch ist ja einigermaßen theoretisch ist, fortführen wolltest und das auch getan hast, währenddessen, dass du als Kitesurfer eine Modemarke gegründet hast. die noch gleichzeitig relativ von dir verlangt hat, was du ja offensichtlich nicht so gut kanntest. Sonst hätte ja deine geliebte Katharina damals dann nicht gesagt, dass sie so unfassbar hässlich sind. Ich würde mich da jetzt einfach mal anschließen, ohne es näher zu wissen. Also irgendwie gab es ja so ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. die am Ende doch zu einem gewissen Motiv und damit zu Motivation auf deiner Seite geführt haben, dass du dachtest, es lohnt sich, meine Lebenszeit zu investieren. Du kanntest vielleicht das Wort skalieren nicht, aber du hast gemerkt, irgendwas muss ich ja mit meinem Leben machen, was Sinn macht. Und die von deiner Katharina als nicht so schön empfundene Taschen schienen ja auf den ersten Blick nicht als das unbedingte Vehikel zum großen Erfolg und zur gewünschten Freiheit. Was ja Kitesurfer dann implizit ganz oft mitbringen, den Wunsch zur Freiheit. Ja, das hast du schon gesagt. das stimmt. Also um mal kurz das ganze Studienthema so einzuordnen. Ich würde glaube ich sagen, also oder ganz herzlich, ich habe glaube ich schon irgendwie Spaß an diesem, also ich persönlich als Mensch habe glaube ich schon irgendwie immer Spaß an wirtschaftlichen Themen gehabt und auch an Geld jetzt implizit und vielleicht gar nicht so sehr an den technischen Sachen, wie es der gemeine Maschinenbauingenieur oder allgemeine Ingenieur dann tut. Ich bin da gefühlt so reingeraten. Ich Mathe und Physik im Abi gehabt als Leistungskurse. Und auch ein ganz gutes Abi gehabt. Und irgendwie fühlte ich mich so bisschen verpflichtet. Meine Mutter sagte mir, ich soll Arzt werden. Aber das konnte ich ausschließen, weil ich kein Blut sehen kann. Deswegen wusste ich, also war das direkt vom Tisch. Und dann bleibt es nicht so viel, wenn man sich gesellschaftlich, das kann ich ganz gut sagen, gesellschaftlich verpflichtet fühlt. Ich muss jetzt irgendwas mit meinen mit meinen Ressourcen anstellen, habe ich das in die Richtung gemacht. Mir hat es aber wirklich sehr viel Spaß gemacht, in meiner Kitesurf Taschenmarke so ein bisschen wiederzufinden. Das war ja, wie gesagt, auch sehr manuell und mir hat es viel Spaß gemacht, mir das zu überlegen. Also was kostet das jetzt? Was macht überhaupt einen Preis aus? Wie muss ich die Bestandteile einkaufen? Also ich hatte da irgendwie schon so einen Kontrast, wie du hast ja gerade selber gesagt, so ein Studium ist ja auch nicht ganz untheoretisch. Und man weiß gar nicht, wo führt das Ganze mal hin. Man hat vielleicht eine Automobilindustrie vor Augen, aber was man da genau macht, weiß man ja auch nicht. Und das war bei mir schon viel, dass ich diesen Kontrast hatte und dachte, das eine ist so eine sichere Bank, aber so ganz fühlen tue ich es nicht, weil ich es auch nicht greifen kann. Und das andere ist eine hochgradig unsichere Geschichte. Aber irgendwie fühle ich da was, was mir Spaß macht. Wenn ich eine ganz provokante Rückfrage stellen muss und du musst mir versprechen, dass du sie ehrlich beantwortest. Was hat dir damals mehr Spaß gemacht? Das Kitesurfen oder das Nähen der Taschen aus dem Stoff? Also mir hat wirklich das... Also das Kitesurfen hat mich zuletzt, ich hab ja auch eine Pause gemacht dann irgendwann, hat mich dann wirklich sogar ein bisschen genervt und ich war auch manchmal... Also ich war wirklich richtig froh, wenn ich dann so an meinem... Ich sitze ja nicht nur an so einer kleinen Nähmaschine, ist eine große Industrie in Maschinen, das weiß ich jetzt anderswo, als was kenne. Es hat mir schon viel Spaß gemacht, würde ich sagen. Aber es ist wie alles im Leben. Wenn du zu viel von etwas bekommst, macht dir alles, würde ich... Also sehr pauschalisierte Aussage, aber... macht dir alles irgendwann keinen Spaß. Dann hat mich auch nähen, unheimlich genervt, sodass ich extrem froh war, als Katharina und ich das dann irgendwie weiterentwickeln konnten und das anders machen konnten. Und die Phase hatten wir dann auch als Spärling, also als die spätere Marke, die es heute dann gibt, über die wir reden, als Spärling dann so in der Aufbruchphase war, hat mich auch das wahnsinnig gemacht. Und ich war sehr froh, dass ich wieder bisschen Kohle hatte, um mir eine Card-Tiff-Ausrüstung zu kaufen und dann doch das andere zu machen. Also es ist doch irgendwie kein Entweder-oder, sondern, und das gelingt mir, glaube ich eher schlecht, muss ich zugeben, dass man irgendwie doch verschiedene Bereiche miteinander vertanen sollte und nicht nur isoliert auf eins gucken sollte. Mein Coach grüße an der Stelle, sagte man, Eses, Sie müssen lernen, nicht in entweder oder, sondern sowohl als auch zu denken. Das ist eine große Herausforderung, weil ganz häufig trifft man Investitionsentscheidungen, vor denen man sich als Unternehmer ganz regelmäßig sieht, eben genau in einem entweder oder Konzept, weil du kannst den Euro halt nicht doppelt ausgeben. Jetzt aber nochmal zurück zu der Frage, ich gestellt habe, was dir nicht mehr Spaß macht. Und ich habe die Frage vor dem Hintergrund gestellt, weil du sagtest, du hast deinen Camper oder ihr habt euren Camper verkauft. Was ja für einen Kitesurfer, jetzt, ich gehe mal davon aus, dass du nicht direkt am Strand lebst, dann ein notwendiges Instrument ist, seiner Leidenschaft nachgehen zu können. Und wenn du den aufgibst, dass du dafür dann Taschen nähen kannst, wenn du das Geld dafür einsetzen möchtest, dann habe ich jetzt auch mal unterstellt. dass du irgendwie schon mehr darin erkannt hast oder einfach gar keinen Bock mehr auf Kitesurfen hattest. Also die beiden Optionen gab es jetzt. Du hast es schon aufgelöst im Teil davor. Diese Entscheidung hinzu, ich muss mir jetzt Work in Capital beschaffen, indem ich meinen geliebten Camper wahrscheinlich verkaufe, war ja erst mal eine emotionale Entscheidung, weil du ja auch Risikobereitschaft damit gezeigt hast und gleichzeitig, in welcher Dimension bewegen wir uns da? Waren das irgendwie 5000 Euro für so eine Rossbeute oder waren das eher 50.000 Euro für einen gut ausgestatteten T6? Wo bewegen wir uns da und was hat das dann auch am Ende konkret bedeutet und in welcher Unternehmensphase hat sich das Unternehmen befunden, als du diese Entscheidung getroffen hast? Also kommen wir zu ein paar Fakten. Also erst mal diese emotionale Komponente 100 % richtig erkannt von dir. Es gibt wirklich ein Foto, das letzte Foto von mir mit meinem Wohnmobil, wo ich wirklich ein Tränchen verdrücke auf dem Baumarktparkplatz nebenan, wo ich den übergeben habe quasi, damit die nochmal damit fahren, also ausbegeben können und so die Käufer. Und ja, mir fiel das super, super schwer. Aber ich wusste auch, ich will da jetzt irgendwas mit machen. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, ich hatte so wenig Ahnung von dem, was auf mich zukommt. Wahnsinn, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, weil das war wirklich ein Teil meines Lebens. Ich habe viel Zeit in diesem Wohnmobil verbracht. Wie gesagt, und das alles ohne aus heutiger Sicht auch nur 0,1 Prozent Ahnung zu haben. Aber es war irgendwie der notwendige Schritt. Es fühlte sich so an, ich muss das jetzt machen, sonst komme ich irgendwie an der Stelle nicht weiter. Jetzt komme ich auch nicht aus einem... reichen Elternhaus und konnte sagen, leih mir mal jemand X.000 Euro. Die Größe, an der wir uns bewegen, ist ein Mittelweg. Wir reden von 15.000 Euro. Das war schon ein sehr altes Wohnmobil, was ich mir der Studienzeit angespart hatte. Da hatte ich bisschen Glück, dass diese Camper-Szene inflationiert ist. Dann habe ich deutlich mehr Geld dafür bekommen, ich ursprünglich bezahlt hatte ein paar Jahre vorher. Da hatte ich so 15.000 Euro. von dem Camper und ja auch noch irgendwie so ein paar Euro angespart. Aber das hat dann am Ende das Startkapital für dieses Unternehmen gebildet. Naja, da sieht man aber auch, wie wichtig Timing von Investitionsentscheidungen ist, weil du hast beschrieben, ihr habt Sperling vor circa fünf Jahren gegründet. Wir schreiben 26, das heißt, es war mitten in Covid, das heißt, Naherholung war im Boom. ganz kurz davor. war wirklich so ein paar Wochen, bevor es richtig losgegangen ist, haben wir gewusst. Genau, das heißt aber, du hast deinen Camper in der Phase verkauft, wo Naheerholung dann schon relevanter wurde, wo alle Wälder ausverkauft waren und Wohnmobil quasi das neue Duxus Hotel war und du hast damit also perfekt abgepasst, wann der Peak des Kosten-Nutzen-Verhältnisses im Verkäuferinteresse dann zu dem Zeitpunkt bestanden hat und du hast es maximal herausgeholt. Würde ich aber nicht als Skill bezeichnen, sondern ja als Zufall. Ich glaube viele Assetmanager haben genau dasselbe und schreiben sich aber selber zu, dass sie ein Skill haben und eben kein Glück. jeder wie er sich selbst betrachtet. Glück ist auch toll, das hat mir mal jemand gesagt. Aber deswegen, ich müsste jetzt in dem Fall nicht als immer Glück bezeichnen, aber in dem Fall hat viel, gut zusammengepasst. Ja, das ist einfach die andere Art von Kompetenz. Du meintest ja, wenn du damals den Blick in die Zukunft geworfen hättest und gewusst hättest, was alles auf dich zukommt, dann hättest du die Dinge vielleicht anders betrachtet oder du meintest, es war ja doch einigermaßen wahnsinnig so zu entscheiden. Wir möchten ja auch so bisschen deine eigene Reise in diesen Finance Kontext einbetten und Finance soll ja letztlich ein Instrument sein, um dem Unternehmer, der Unternehmerin eine Möglichkeit zu geben, eine möglichst informierte Entscheidung zu treffen. Also quasi genau das Gegenteil von dem, was du vorher beschrieben hast. Wie würdest du die Kompetenz von Entscheidungsfindung im Rahmen von einem unzureichenden Kenntnisstand einordnen? Also Unternehmertum ist ja immer irgendwie so, dass man Entscheidungen trifft und man versucht sie irgendwie nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden und man hat nie einen vollständigen Informationsstand. Welcher Informationsstand ist für so einen numerisch analytischen Persönlichkeitstyp und Menschen wie dich wichtig? zu sagen, ich kann an der Stelle auch entscheiden, bist du jemand, der lange recherchiert und dann entscheidet, oder bist du so, dass du sagst, ich weiß, dass ich nie den vollständigen Kenntnisstand habe und ich brauche so eine gewisse Break-even-Schwelle an Informationen, um auf der Grundlage dann entscheiden zu können, vielleicht mal als kurze Sache hier Zwischenfrage, weil da ist ja jeder anders, wenn er sich dann vielleicht auch dem Finanzthema dazu wendet. Da gibt es zwei Hallyvoren, unfassbar komplexe Dashboards und alles im Detail in Quoten und Referenzenwerten und KPIs kalkulieren. Und der eine sagt, wenn ich meine fünf beieinander habe, dann kenne ich mich schon ganz gut aus, und dann weiß ich, wie man da anzuführen hat. Ja, da muss ich sagen, hat bei mir sicherlich ein großer Wandel stattgefunden. In meiner Persönlichkeit ist es sicherlich so, dass ich immer schon den Wunsch hatte, sehr informiert zu sein. Also einen sehr großen Überblick zu haben, bevor ich die Entscheidung treffe. Aber es ist ja ein bisschen subjektiv zu sagen, ab wann empfindet man sich sehr informiert. Und in dieser Phase, von der ich gerade erzählt hatte, Da dachte ich wahrscheinlich, ich werde schon ungefähr wissen, ich muss ein paar Taschen kaufen, muss die entwickeln, muss Stoffe einkaufen oder was auch immer. Und habe das zu dem Zeitpunkt für informiert gehalten. Aus heutiger Sicht ist das noch mal, also habe ich immer noch diese Meinung, ich muss informiert sein, aber es ist ein ganz anderes Level, was das bedeutet. Also heute ist mein Job schon zu Großteilen vor Performance Dashboard zu sitzen, diese Performance Dashboards erst mal zu erstellen und ins Leben zu rufen. muss aber auch sagen, dass wir jetzt wirklich ganz nah in der Neuzeit sind. Ich merke schon bei vielen Sachen, es kommt im Unternehmertum auch auf Geschwindigkeit an. Und ich glaube, wir haben viele Probleme gelöst in den letzten fünf Jahren, die so entstanden sind. Oder haben aus schwierigen Situationen erkannt, das müssen wir Zukunft besser machen. Und jetzt gerade, in den letzten Wochen, Monaten ist mein Learning, wir haben gerade Ich habe bisschen zu viel Zeit, ich muss 95 Prozent informiert sein. Vielleicht hätten 85 Prozent auch gleich, wir wären aber schneller gewesen. Geschwindigkeit ist ein sehr wichtiger Punkt. Das ist jetzt gerade mein persönliches Learning, die Waage zu finden zwischen, fühl dich mit bisschen weniger Informationen auch genug abgeholt, aber dafür versuchst schneller. Manchmal ist das schneller sein wichtiger. Diese letzten 5 % bringen einen dann gar nichts, weil die sind nicht validiert durch einen Praxistest zum Beispiel. Sehr abstrakt jetzt aus... Abnehmen der Grenznutzen. Also mehr fehlt nicht notwendigerweise zu mehr. Man könnte auch von einer Reizreaktionsschwelle sprechen, also dass mehr Reizen nicht nur notwendigerweise zu mehr Reaktionen im positiven oder so mehr Aktivierungsschwelle dann führt. Also mehr Aktivierung, wenn du zum Beispiel Kaffee singst, mehr Koffein führt nicht zu mehr Konzentration, sondern irgendwann zu einem totalen Konzentrationsverlust. So kann auch Information und die vermeintliche Informiertheit dann am Ende zu mehr Verwirrung als Klarheit führen. Das muss man auch mit dazu sagen. Und gleichzeitig, weil du ja meintest, dass hat ein Wandel stattgefunden, aber wahrscheinlich haben sich auch einfach die Umstände stark verändert, dass du damals den Zustand des Informiertseins mit deinem heutigen Informiertsein nicht vergleichen kannst. Und ich glaube, du bist heute bewusst uninformiert informiert und damals warst du einfach unbewusst uninformiert und nanntest es informiert. man es jetzt so umdrehen möchte in der Wortglauberei. Interessant, welche Entscheidungen, für euch maßgeblich waren, weil du ja meintest, es gab Entscheidungen, die ihr bewusst schnell getroffen habt, und gegebenenfalls auch auf einem durchschnittlichen Informationsstand. Was waren beispielhafte Situationen, wo du zurückerinnerst oder dachtest, habe eigentlich gut Deutsch für keine Ahnung, wie ich es jetzt machen soll, aber ich mache es jetzt einfach mal, weil wir machen es besser als nicht machen. Es gab da viele Sachen. muss man kurz ein bisschen ins Produkt ausholen. Wir machen Taschen und Rucksäcke. Heute ist das Sortiment etwas diversifizierter. Es hat alles damit angefangen, dass die Sachen aus Kork bestehen oder Akzente aus Kork haben. Kork ist nicht wie der Weingorken oder die Pinwand, sondern das ist eher wie Leder. Wenn ich dir die Augen halten würde und gebe dir ein Stück Kork von uns in die Hand, dann würdest du es für Leder halten. Das ist nicht so ein Schwung. oder so ein brötgeliges Material, sondern wirklich eher lederartig. Und das war damals unsere Wachstumsstrategie. sind aus einer Nische herausgewachsen, den Leuten, die vegan leben oder sehr auf Nachhaltigkeit achten, die wollten kein Leder verwenden. Und dann haben wir gesagt, okay, da setzen wir uns rein und wachsen daraus. Und das hat aber diverse Probleme mit sich geführt, von denen man gar keine Ahnung hat als normaler Mensch, der jetzt noch keinen Währungspunkt dazu hatte. So zum Beispiel, also um das zu begründen und was einzuleiten. Wir haben den KORG aus Portugal. KORG kommt zu 90-95 Prozent aus Portugal weltweit. Der muss halt in dem Fall nach Indien, weil da unsere erste Produktionsstätte war. Jetzt denkt man sich als normaler Mensch, der schon mal ein Paket verschickt hat, alles klar, ich sag dem Portugiesen, Portugiese schickt das bitte nach Indien. Und dann kommen halt irgendwie so Probleme auf. Dann sagt der Portugiese, ne, wir verschicken nicht nach Indien. Warum auch immer. Dann sagst du ihm ja alles klar, kein Problem, dann schickt das zu uns und wir schicken das nach Indien. Sagst dem das aber auch nicht unbedingt, weil vielleicht hat er ja auch was gegen Indien, ich weiß es ja nicht. Und da haben wir dann auch viele Kurzschlussentscheidungen getroffen. wir haben gesagt, schickt das zu uns, wir haben das jetzt hier. Und dann nimmst du diese Rolle Kork oder ein paar Rollen Kork, tust die in irgendeinen Karton und bringst die zum DRL-Schalter deines Vertrauens in deiner örtlichen Kleinstadt. und sagt, hier schickt das mal nach Indien. Und dann ist das zum Beispiel als Negativbeispiel, ist das nie angekommen, weil wir uns nicht darüber informiert haben, dass KORG als Naturmaterial nicht ohne verschiedene Zeugnisse oder Dokumente außerhalb der EU ausgeführt werden darf. Das hat uns zum Beispiel von diesem Startkapital, was ich gerade so in 15.000 20.000 Euro eingeordnet habe, hat uns das schon mal so 4.000 Euro direkt weggekostet, also weggeschnitten davon. weil der Kork bis heute wahrscheinlich noch unterwegs ist. Keine Ahnung, der wurde wahrscheinlich an der Grenze vernichtet, weil es als Naturmaterial ohne Ursprungszeugnis nicht ausgeführt werden durfte. Da muss ich halt sagen, da kenne ich, jetzt geht es beim Podcast immer darum, ein bisschen Learning abzusetzen. Ich wüsste es jetzt gerade gar nicht. In dem Fall waren wir sehr uninformiert, das noch mal aufzugreifen. Wir haben es einfach irgendwie gemacht. man hätte es wahrscheinlich, da gab es kein Chat GPT, es war keine KI-Zeit, wo ich hätte kurz nachfragen können, die Recherche war schon aufwendiger. Auf jeden Fall, sind schon viele Fehler passiert durch Kurzlosentscheidungen. Aber ich hätte jetzt auch noch zwei Jahre recherchieren können, ob ich darauf gestoßen wäre. Keine Ahnung. Ja, absolut. Am Ende ist es vielleicht auch Lehrgeld. Also du hast einen gewissen Betrag investiert in dem Sinne, eine gewisse Information zu erhalten, die auf strukturiertem Wege so erstmal nicht zugänglich war, war einfach die andere Form der Studiengebühr, die du in dem Moment bezahlt hast. Aber jetzt, weil ich ja natürlich ein neugieriger Mensch bin, wie war dann die Lösungsfindung in der Konsequenz? Also habt ihr dann dieses Ursprungszeugnis dann erhalten und dann konnte das Ganze stattfinden, oder wie? Ich muss sagen, ich hoffe unser portugiesischer Lieferanten, mit dem wir bis heute noch zusammenarbeiten, wird das nie hören. Ich glaube aber nicht, dass heute sind wir ein paar Stufen weiter. Ich glaube nicht, dass das ein Problem ist. Ich habe dem dann wirklich unter ein paar scheinheiligen Argumenten gesagt, warum wir jetzt ein Ursprungszeug, also wir haben das nochmal bestellt, also haben dann nochmal ein paar Tausend Euro. investiert. Wir haben zum Glück nicht alles verschickt in dieser ersten Charge. Irgendwie hatte ich einen Geistesblitz, dass wir es mal mit einem kleinen Teil versuchen. Auf haben wir nochmal was bestellt und dann habe ich gesagt, brauchen aus irgendeinem Grund, den ich aber jetzt nicht mehr weiß, brauchen wir ein Ursprungszeugnis. Das habe ich ja jetzt herausgefunden, dass man das braucht. Und das war für die auch gar keine Meldung. Ja, alles klar, liegt dabei. Demit, das war es jetzt. Und dann war es doch relativ einfach gelöst. uh Wunderbar. Aber das Thema der Investitionsentscheidung, weil das war ja letztlich auch eine Investition, du kaufst Ware und willst sie dann ja eigentlich weiter verwerten oder aufwerten, gab es vergleichbare Situationen, wo du dann auch dann vielleicht mehr als 4.000 Euro verbrannt hast? Gab es dann noch vergleichbare Szenarien in eurer Entwicklung oder sagst du, etwas in der Art ist mir nie wieder passiert, weil ich dann einfach zu pedantisch wurde, was etwaige Zeugnisse oder Nachweise angeht? ist da wirklich schon viel Mist widerfahren. Und 4000 Euro waren da wirklich die schönste, also zu dem Zeitpunkt natürlich prozentual eine Katastrophe, auf vier... Richtig viel Geld. Also 4000 Euro ist ja auch viel Geld. Aber natürlich, je nachdem, also welcher Dimension man sich bewegt, kommt man schneller darüber hinweg. In dem Fall war es schon... Also wie gesagt, auch rückwirkend getrachtet war ich gar nicht schockiert genug. Irgendwie habe ich es... doch ganz gut verkraftet, obwohl es ja eigentlich wirklich ein Drittel der Investition ist. Es gab aber schon, ich glaube, wir haben viele Fehler gemacht in diesem ganzen Sourcing-Prozess. Also wir hatten halt ja nicht viel Geld zur Verfügung und dann musst du auch so bisschen bei den Produzenten, wir hatten natürlich schon so ein paar Anforderungen an die Art der Produzenten. Ich habe gerade so von Nachhaltigkeit gesprochen. Was uns auch wichtig war, dass wir dahinterstehen, die Marke trägt meinen Namen, ich möchte das vertreten können. Dann war aber das unter einen Hut zu bringen mit den Mindestmengen, weil wir haben nicht viel Geld gehabt und du musstest das irgendwie finanzieren, musstest jemanden der für so wenig Geld was produziert. Da haben wir dann vielleicht auch mal, das würde ich jedem empfehlen, das nicht so zu machen, haben wir dann gesagt, so eine Vorabprüfung, dass man eine unabhängige Firma zur Produktionsstätte schickt und sagt, guckt euch das mal an, bevor das dann verschickt wird. haben wir gedacht, das Geld sparen wir uns jetzt. Und dann ist das zum Beispiel auch sehr in die Hose gegangen. Ich weiß jetzt nicht, Weihnachten 2021, würde ich jetzt mal schätzen. vor Weihnachten, ich weiß jetzt nicht welches Jahr, aber ungefähr da. Wir waren auf Messen und haben schon hunderte Produkte vorverkauft. Bevor die angekommen sind, dann hat sich alles verzögert. Und dafür ist der Zoll ja auch da, dass alles so bisschen nach hinten geschoben wird. Ja, dann kommt... Ja, es ist auf jeden Fall weiter weiter. Dann kommt am Ende dieser Lkw bei uns in Katarina und meiner ersten gemeinsamen Wohnung, steht dann dieser Lkw vor der Tür, wir packen das aus und dann sind die Sachen nicht fehlerfrei. Also dann sind da schon eine relativ große Ausschussmenge und da denkst du dir, oh man, das hat uns schon so 40.000 Euro gekostet. Das schon viel Geld, vielleicht waren es 30, aber irgendwie so, das war auf jeden Fall schon noch mal eine Ecke größere Größenordnung. wo du auch denkst, das hätte nicht sein müssen, das wäre vermeidbar gewesen. Dann fängt man an, solche Gedanken zu haben, dass man sich denkt, diese 400 Euro, die die Inspection gekostet hätte, in welchem Verhältnis stehen die zu dem Schaden, da ist? Da muss man vielleicht mal weniger nach Gefühl, dass ich denke, das fühlt sich für mich zu teuer an, eine Inspection-Firma zu beauftragen, als vielleicht eine Relation der einzelnen Positionen. Als da so einige Sachen schiefgegangen sind, fing es dann auch an, dass ich von meinem gefühlten Ich möchte sehr informiert sein und ich brauche einen analytischen Überblick, dann wirklich sehr aktiv einen analytischen Überblick aufgebaut Ja klar, irgendwann wird man damit einer Menge von Risiken reell konfrontiert, dass man denen nicht mehr ausweichen kann und dann muss man den Dingen ins Auge schauen. Dann geht es nicht mehr anders. Eine Zwischenfrage, weil sie mich auch psychologisch interessiert, weil es ja auch irgendwie Teil des Ganzen immer ist. Wie war denn zu damaligem Zeitpunkt, als das Ganze eben noch kein proven Concept war und alles so ein bisschen in der Findungsphase, sagen wir mal vorsichtig, die persönliche Beziehung zwischen Katarina und ihr, wart ihr beide dann so nüchtern und konntet es sehr klar trennen zwischen das ist die Sache und das ist unsere Beziehung. Weil in der Regel vermischt sich das ja auch irgendwie immer so ein bisschen, insbesondere wenn dann die Lieferung in die eigene Wohnung kommt und man packt im Wohnzimmer zwischen Socken und Topf Pflanze irgendwie die nicht ganz zufriedenstellenden Taschen aus und dann heißt es, wie findest du die ja, ich find die doof und wie hat sich das Ganze dann entwickelt und wie ist es vielleicht auch heute. Da es wahrscheinlich auch eine persönliche Genese seither. Ja, also jetzt müsstest du natürlich für die ganze Wahrheit auch Katharina fragen und nicht noch mich. Aber wir haben natürlich da dann auch ist jetzt ein paar Jahre her, haben wir natürlich auch immer mal so darüber gesprochen. Was hat der andere so da gedacht? Man muss ja auch sagen, wir waren zu dem Zeitpunkt jetzt keine 20 Jahre verheiratet, heute nicht verheiratet. Das war ja auch alles irgendwie noch so auf vielen Ebenen ungewiss. Und das war tatsächlich so. Katharina hat mir irgendwann, hat sie mir mal gesagt, sie hat halt irgendwie das Gefühl gehabt, sie muss mir, es war irgendwie meine Idee, ich bin irgendwie damit gestartet, ein Auto dafür verkauft und hab da irgendwie ja Geld investiert. Hat Katharina auch gesagt, ich muss diesem Typ jetzt irgendwie helfen. Sie hat irgendwie gedacht, jetzt ist die Katze hier im Brunnen gefallen, jetzt sind da Bestellungen, jetzt muss da Ware geprüft werden, durchgeguckt werden, da ist viel schiefgegangen. Ja, und jetzt muss ich da mal durchgucken. mit ihm zu Liebe quasi. Und ich bin auch sehr dankbar, dass sie das so durchgestattet Weil das sicherlich, das sagt sie auch heute, das stimmt, wir sind in unsere erste Wohnung eingezogen. Das war kurz danach dieser Zwischenfall, von dem ich gerade erzählt habe. Das war so ein paar Wochen später. Und ich saß da quasi im Arbeitszimmer, am Laptop wie ein Wahnsinniger mit einem Stapel voller alter Teller und habe halt versucht, irgendwie E-Mails zu beantworten und dafür zu sorgen, dass wir das verkaufen können. während Katharina die Qualitätskontrolle im Wohnzimmer gemacht hat und an ein normales, privates Leben überhaupt nicht zu denken war. Also das war schon, muss man wirklich sagen, das war schon belastend. Auch wenn ich es in diesem Zepfeln gar nicht so wahrgenommen habe, Katharina sicherlich mehr, aber ich habe das auch alles ja schon, ich habe ja schon ein paar Jahre länger selbstständig, also auch mit der anderen Firma vorher, wo ich das selber genäht habe, war ich das so bisschen gewohnt. Und ich glaube aus Katharinas Sicht war es deutlich neuer und viel unsstrukturierter als ich das irgendwie dann noch so habe. Ja und heute ist es natürlich zum Glück deutlich anders. Also wir können das glaube ich, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das ganz gut getrennt bekommen und ich sehe das als ziemlich ein Proof unserer Beziehung, dass wir diese Zeit durchgestanden haben, weil das wirklich hart war. Also das war, viele Fehler gemacht, die auf Unwissenheit basieren und da weiß nie, was jeder durchgestanden hätte. Absolut, insbesondere wenn ja so viel Unsicherheit, also du als mathematisch veranlagter Mensch, die muss nicht erzählen, aber wenn du Unsicherheit mit Unsicherheit multiplizierst und es nicht nur aufadierst, dann wird da nicht mehr, sondern weniger draußen am Ende des Tages. Und diese immer dünner werdende Schicht oder immer dicker werdende Schicht, abhängig davon, wie man es dann interpretiert auch, der eine sagt, wir wachsen daran und der andere sagt, wir gehen zugrunde daran, also das ist ja hochgradig individuell, wie auch der Persönlichkeitstyp dann jeweils ist, spricht auf jeden Fall für das, was ihr da gemeinsam und ich betone. gemeinsam dann irgendwie geschaffen und geschafft hat. Okay, du hattest jetzt am Anfang erwähnt, wie du dein erstes Betriebskapital beschafft hast. Also du hast im Endeffekt eine Eigenkapitalfinanzierung gemacht. Man könnte auch sagen, du hast einen Equity Swap gemacht. Du hast quasi dein materielles Vermögen zu Liquidem Vermögen verwandelt und hast dann angefangen, neues Umlaufvermögen zuzukaufen, das dann vielleicht in der ersten Charge nicht ganz zufriedenstehen war. Und ein Teil davon ist in Indien in der Versenkung gelandet. Diese ganze Thematik der Betriebsmittelbeschaffung ist ja etwas, was viele E-Commerce Founder beschäftigt. Betriebsmittel für diejenigen, die sich nicht sofort zuordnen sind also die Barmittel, eingesetzt werden, den Bezirk am Laufen zu halten. gibt es klassische Work in Capital Finanzierung für Marketing, für Personal, für Warenbeschaffung und Co. Im E-Commerce ist das üblicherweise immer das Geld, das ich benötige, mein Marketing zu bezahlen und vor allem meine Warde zu bezahlen, weil Marketing ohne Warde ist auch einigermaßen sinnbefreit. Wie habt ihr denn das Ganze gemacht? Denn insbesondere im Modebereich sind ja auch die MoQs, also die Mindestbestellmengen, der Regel immer einigermaßen hoch. Davor ist ja auch kein Standardprodukt muss man erstmal in die Entwicklung gehen, das kostet ja auch alles Geld und wahrscheinlich ist der Zeitpunkt von wir entscheiden, dass etwas getan wird zu es ist dann fertig und verkaufsfähig bei uns im Lager einigermaßen lange. Wie waren dahingehend die ersten Schritte und wie habt ihr das auch finanziell gebucht? Ja, also das ist auch ein großes Thema, was auch wirklich sehr viel Zeit in Anspruch genommen wo ich auch viel gelernt habe. Also es war so, wenn ich das in Kurzform runterbreche, wir hatten halt wie gesagt so 15.000 Euro Initiales Kapital, wo wir aber auch eine Webseite von gemacht haben. Wir haben die Marke angemeldet, irgendjemand gesagt, dass das wichtig sein könnte und wir haben halt Ware gekauft. Und dann war dieses Geld irgendwie auch weg. Und dieser Moment war aber dann, dann kam halt irgendwann, das war noch die allererste Schale bei meinen Eltern zu Hause, also ich hab ja zu Hause gewohnt, kam halt dann so ein Sprinter mit 200 Rucksäcken, das war die erste Schale, lagen halt so Kartons mit 200 Rucksäcken, unfassbar viel, 200 Rucksäcke, also das ist heute natürlich, klingt jetzt irgendwie arrogant, aber es ist ja keine Menge, 200 Rucksäcke, aber Du bist halt so Student und kriegst auch mal 200 Rucksäcke geliefert. Du denkst halt alles klar, den Rest meines Lebens bekommen alle meine Verwandten zu Weihnachten Rucksäcke, weil ich die ja niemals verkauft bekommen. Also es ist ja unfassbar viel. Und die lagen in meinem Kinderzimmer. Überall lagen Rucksäcke. Ja, und dann war halt das Ding, dann sind wir, wir hatten auch keinen wirklichen E-Commerce-Bezug, sind dann erst mal auf Messen gegangen. Also auf Offline-Events quasi. Weil wir halt Im Nachhinein war es schlau, weil wir direkt die Kundenmeinungen und die Kundenemotionen und Reaktionen ablesen konnten im direkten Gespräch. Aber in dem Moment war es der erste Gedanke. Wir sind Performance-Marketer, so war ich nicht. Ich hatte gar keine Ahnung davon. Dann war es aber wirklich so, wir haben die verkauft und haben an den Nachorden im Moment auch gar nicht gedacht. Also es war ja nie der Gedanke, wir bauen eine Millionenfirma auf. Sondern es war wirklich so, wir gucken, wir bauen ein paar Rucksäcke. Wir verkaufen ein Rucksäcke. Genau, das war eigentlich der Punkt, wir verkaufen die jetzt und als wir dann noch so, weiß ich jetzt nicht, so 20 Stück hatten oder so, dachte ich mir, hm, wir bräuchten ja vielleicht auch neue. So, das ist ja natürlich, also hätte ich da nicht in dem Zeitpunkt noch studiert und hätte irgendwie jetzt zu Hause gewohnt, dass ich jetzt quasi Geld geboten hätte, wäre es ja eine dumme Geschichte gewesen, weil so kann ja kein Cashflow... entstehen, wenn ich erst nachkaufe, erst nachordere. Und der Weg ist ja lang, das dauert ja ziemlich lange, wenn die schon fast ausverkauft sind. So, dann haben wir das auf jeden Fall noch mal so gemacht. hatten dann quasi, ich die Zahl ist nicht mehr, hatten aus den 10.000 Euro hatten wir dann vielleicht 20 oder 40.000 Euro oder 30.000 Euro, keine Ahnung, und haben halt dann nicht mehr 200 Rucksäcke bestellt, sondern 500 Rucksäcke bestellt. Also haben das quasi so das erste, die erste Charge eingekauft, bezahlt, komplett verkauft und dann die zweite Charge eingekauft, bezahlt, komplett verkauft. Also sehr Step-für-Step, was natürlich alles anhand effizient ist. Kurz Zwischenfrage. Wir waren gerade mental an dem Punkt, die ganze Verwandtschaft bekommt auf immer zu Weihnachten Rucksäcke bei 200. Jetzt bestellst du die zweieinhalbfache Menge davon und sagst, jetzt bist du aber konfident, dass die 500 Rucksäcke weggehen. War das dann irgendwie dieser Erfahrungswert, okay, ich kann sie über diesen mir bekannten Versiegskanal jetzt auch veräußern und meine Verwandtschaft bekommt auch keine Rucksäcke oder woher kam auf einmal diese Konfidenz, das ist ja doch schon relativ und natürlich zu sagen von ich glaub, dass gar nichts weggeht zu ich kann jetzt meine Verständigung in den 20 Minuten. Da lagen natürlich ein paar Monate oder Wochen, Monate irgendwie zwischen. Was ja auch wenig ist in der persönlichen Entwicklung dahingehend. Auf jeden Fall. Also gut, dass es mal jemand sagt, weil alle denken, man skaliert sonst wohin. Man verkauft irgendwie 1000 Rucksäcke in einer Stunde, wenn man schaltet. Das ist nicht so. Wir haben den Online-Shop live geschaltet. Und weißt du, was passiert, wenn du deinen Online-Shop live schaltest? Da passiert gar nichts. Kein Mensch nimmt sich morgens früh. Aber wenn es jetzt einen Online-Shop geben würde, der sperling-bags.com heißt, dann würde ich da jetzt einen Rucksack kaufen. Diesen Gedanken hat niemand. gibt es nicht. Und von Facebook-Ads und so hatte ich auch nicht so besonders viel Ahnung zu dem Zeitpunkt. Das heißt, wir haben einen Online-Shop gemacht. Und da ist einfach gar nichts passiert. Und dann weiß ich irgendwie so, am vierten Tag kam auf einmal eine Bestellung rein. Aus Amerika übrigens. Also es war unsere erste Bestellung komplett random. Da ich direkt ein riesiges Zollproblem übrigens, wo ich keine Ahnung davon hatte. Auf jeden Fall, ich weiß bis heute nicht, wo diese Bestellung hergekommen ist. Also es macht gar keinen Sinn. Während wir dann auf dieser Messe waren kurz danach. Und dann stehst du auf der Messe und dann haben wir da, ich weiß jetzt auch hier nicht die genauen Zahlen, aber haben wir so 5000 Euro Umsatz gemacht an zwei Tagen. Und jetzt bist du mit deiner Freundin, ihr seid eigentlich Studenten, stehst du auf der Messe und gehst mit 5000 Euro Umsatz nach einem Wochenende nach Hause, dann du dir an Bord. Das ist viel Geld. Und plötzlich merkst du, das funktioniert ja irgendwie. Und dann hat sich über die Woche und heute schon ein bisschen die Confidence aufgebaut. Ich glaube, wir können schon ein paar Rucksäcke verkaufen. Aber 500 Euro, also ich sage das jetzt so banal, aber das war schon ein Step. Ja, vollkommen nachvollziehbar. Eine Sache, dabei total interessant ist, ich weiß nicht, ob du das Buch gelesen hast, das ist aber irgendwie so eine Gemeinsamkeit von allen, die erfolgreich in dem Modebereich sind, alle fangen irgendwie mit Messen an. Ich hatte die Biografie von Philipp Plein gelesen und er meinte auch, der angefangen mit so Jeansjacken und hat diese Jeansjacken dann für einen Apel und einen Ei von der Bundeswehr gekauft, hat die gewaschen und hat dann einfach irgendwie Hinieten und Swarovskis draufgeklebt und die hat er halt verkauft wie warme Semmeln irgendwie für einen hohen dreistelligen bis vierstelligen Betrag. Also er hat dann einfach den Preis immer nach Bedarf angepasst und meinte so hat das Ganze dann funktioniert, bevor er erste Million mit seinem Hundebett verdient hat, also auch super random war. Aber wenn du sagst, ihr geht auf eine Messe, auf welche Messe geht man, wenn man keine Ahnung vom Rucksack verkauft hat, um Rucksäcke an den Mann und an die Frau zu bringen? Auch extrem seltsam eigentlich, ich ja gerade gesagt, wir haben Kork als Material statt Leder. Wieso eigentlich? Also wieso kam das damals, diese Korkentscheidung? waren doch damals eigentlich noch bei den ganzen Dingern von den Tides. Genau, also die Geschichte ist eigentlich so, dass Katharina angefangen hat zu studieren und Katharina hat Jura studiert und jetzt trägt halt so eine Juristin ganz zischeebehaftet keine extrovertiert bunte Kite-Tasche aus einem Segelstoff, sondern Katharina hätte eine Ledertasche oder einen Leder-Rucksack, also sie wollte eigentlich einen Rucksack, einen Leder-Rucksack gut gestanden, weil dieses Gesetzbuch ist ja auch schwer und das muss man irgendwie tragen. Aber Katharina hat halt vegan gelebt und wollte keinen Leder-Rucksack haben. Mhm. Die Kombination aus sieht nicht aus wie ein Sportrucksack und ist nicht aus Leder. Die gab es zu dem Zeitpunkt einfach nicht. Also das war nicht existent. Und da habe ich gesagt, ja, dann nähe ich dir was. Aber wenn ich aus Kork, wenn ich aus Leder und nicht aus diesem Segelstoff, ja, was gibt es denn noch? Und dann kamen wir durch Zufall auf Kork. Und dann ist das halt, also dann, also dieser doch entscheidende Meilenstein, aber bis heute ist ein Großteil unseres Sortiments aus Kork. Und ich mag das Wort Kork überhaupt nicht, weil jeder, der das jetzt hier gerade hört, der Kork hört sich so schrecklich an. Unser Kork hat nichts mit Weinkorken zu tun. Man sagt eher Korkleder, weil es eher lederartig ist. Auf jeden Fall ist diese doch recht signifikante Entscheidung doch recht schnell irgendwie durch einen Zufall heraus entstanden. Und so waren wir auf der Veggie World. Das ist die größte Messe für veganen Lebensstil. Und auch hier, könnte jetzt erzählen, dass wir unheimlich strategisch schlau vorgegangen sind, ist natürlich nicht so gewesen. Auch heute wieder, wie kamen wir auf diese Idee? Aber es war natürlich extrem virtuos, jetzt rückblickend betrachtet, denn auf einer Veggie World Messe, stehen halt nur Essensstände. Also du kannst dann alles probieren und wenn du jetzt mit Rucksäcken stehst, die halt diese Zielgruppe doch sehr direkt adressiert, weil die suchen ja alle irgendwie nach, ich möchte keinen Lederportemonnaie mehr haben, weil das zum Beispiel wirklich ein Problem ist für diese Leute, ja dann stehst du halt da und dann hast du keinen Wettbewerb und verkaufst das einfach wirklich gut. Ja klar, hast aber ein starkes USP. In dem Moment. Okay. Wir haben krass, aber es sind halt auch Zufälle, die zusammenkommen. Aber man braucht halt, entschuldige jetzt bitte die Wortwahl, aber man braucht halt auch die Eier auf einem Veggieworld zu gehen mit seinen Rucksäcken und diese Konfidenz mitzubringen, mitzuglauben, ich bringe hier meine Rucksäcke los. Weil wärst du der Annahme gewesen, dass hier gar gar gar gar nichts geht, dann wärst du garantiert auch nicht auf diese Messe gegangen, weil irgendwie gab es so ein Grundvertrauen, dass das ja klappen könnte. Der Stand hat ja trotzdem auch was gekostet. wir haben ja, ich weiß ja nicht, hat es das bestimmt 1000 Euro gekostet, der Messestand da oder 700 oder so, keine Ahnung. Aber auf jeden Fall wird es schon einen höheren dreistelligen Betrag gekostet haben. Und das ist ja prozentual zu dem genannten Kapital, ist das ja ein nennenswerter Teil gewesen. ungefähr die selbe Quote wie heutzutage durchschnittliche Agenturinhaber auf einen OMR-Stand investieren. Weil wir gerade in der Periode sind. Nein, Spaß beiseite. Aber genau, habt dann also dieses Geld auch dort investiert, im Unwissen, dass es ja vielleicht auch nicht klappen könnte oder vielleicht auch klappen könnte. Aber es hat dann überraschend gut geklappt. Ich hab wirklich das Gefühl, ich muss ein anderer Mensch gewesen sein. Heute machen wir eigentlich nichts, vorher einmal so eine, sag ich jetzt mal, Vorkast, eine Erwartungshaltung zu formulieren. Ich erwarte, dass ich da mindestens 20 Rucksäcke verkaufe. Wir waren komplett erwartungslos. Wir wussten es nicht. Wir gehen da jetzt hin. Und ich weiß auch noch, die Geschichte erzählen wir privat ganz oft. Dann zeigen wir da irgendeiner Dame den Rucksack und dann sagt diese Frau ... Ja, dann nehme ich den. Sie haben den schon in der Hand, was wollen Sie jetzt noch nehmen? Ich wollte den kaufen. Wir waren perplex, die wollte den kaufen. Das hatten wir gar nicht in Erwägung gezogen, dass die den kaufen möchte. Wie gut war eigentlich eure Infrastruktur damals? Also seid ihr dann da mit einem Geldbeutel da gestanden, nur in Cash, oder habt ihr so einen mobilen Point of Sale, wo ihr dann die Kartenzahlung akzeptiert und so weiter? Also ich vermute im Weitsweite das nicht, aber erzähl mal, wie es war. Ich glaube, meine Reaktion verrät es dir schon. Ich würde mal vermuten, wir hatten schon so eine Kasse, dass einfach bisschen professioneller aussieht, als ich nehme das Geld direkt in meine Hosentasche. So war es nämlich nicht, falls das vielleicht so mithört. Wir haben ein Kassenbuch geführt und so. das war natürlich, wir hatten kein Kartenzahlgerät, glaube ich. Das war auch nicht so ausgebaut. Heute gibt es so ein Sum-up oder so, das hat ja jeder. Aber das war damals nicht so aus, aber wir kannten es auf jeden Fall nicht. Danach der Messe dann sicherlich schon, weil es irgendjemand anders hatte. Aber ja, das war alles hemmsärmlich. Also ich habe da wirklich, das weiß ich noch, ich habe dann wirklich so ein Rechnungsbuch mit Durchschrift gehabt. Da habe ich eine Rechnung ausgeschrieben während der Messe. Also wirklich, auf Zuhand. Individualismus in Reihenform, was ich nur in meinem Kopf noch überhaupt nicht übereinbringe, wie eine Juristin und ein Ingenieur derart und ich meine das wertschätzend planlos eine Geschäftsidee verfolgen, wobei ja eine Frage in dem gesamten Kontext noch nicht beantwortet wurde. Ich habe es aber auch noch nicht gestellt. Wie habt ihr denn eigentlich euer Leben finanziert in der Zeit? Weil es war ja Gründungsphase, irgendwie floss alles in die schwarzen Löcher nach Indien, den Produzenten nach Portugal, Standgebühren auf der Veggie World, aber wie hat alles so dazwischen stattgefunden? Ja, jetzt müssen wir sortieren. ich komme vielleicht, also wie ein Ingenieur und eine Juristin das so planlos machen konnten, die Frage kann ich dir nicht so richtig verantworten, die muss man sich glaube ich eher selbst beantworten. Und wie haben wir uns finanziert? Also das ist ein super großes Thema. In dieser ganz ersten Phase war es ja so, dass wir halt beide bei unseren Eltern zu Hause gelebt haben. Das heißt, es gab im Grunde keine Fixkosten. Aber ein entscheidender Punkt ist und Die Frage ist ja eigentlich auch noch offen, weil jetzt habe ich ja gerade gesagt, ich habe das irgendwie gegründet und Katharina kam so dazu. Der Grund, heute bin ich natürlich super froh, dass es so gekommen ist, aber eigentlich war es so, es gab so ein Gründerstipendium heißt das Gründerstipendium NRW. Jeder Gründer, da kriegt man, ich glaube, für zwölf Monate 1000 Euro im Monat. Unfassbar viel Geld. So und da habe ich halt gedacht, man muss irgendwie innovativ sein, wir machen halt Rucksäcke, ist nicht so innovativ. Aber wir kriegen es vielleicht emotional verkauft, dass wir eine coole Vision haben. Und wir haben ja auch die Geschichte mit dem Wohnmobil, die zieht schon irgendwie. Und dann haben wir diese, ja, haben wir es gepitcht und so und haben halt diese Zusage bekommen. Und jetzt habe ich ja gerade gesagt, man kriegt pro Gründer 1000 Euro. Ja, und dann war Katharina den Co-Founderin geworden, weil wir kriegen halt zweimal 1000 Euro, wenn wir zwei Gründer sind. So, und dann ist das halt so entstanden. Da hatten wir halt zwölf Monate. 2000 Euro, jetzt haben wir zusammen gelebt. Mit zwei Personen brauchst du ja nicht doppelt so viel Geld wie alleine. Also wie zweimal eine Person. Das heißt, haben einfach, ich sag mal, wir konnten dieses Geld doppelt, ja, also für den doppelten Zeitraum nutzen, weil wir einfach extrem sparsam waren. Ich glaube, das eint auch viele Gründer oder viele, die es über einen gewissen Zeitraum schaffen, erfolgreich zu sein. Genau, und nicht irgendwie Fremdkapital in rauen Mengen haben, irgendwie. Das ist extrem sparsam und bedacht. Das sind wir bis heute noch. Wir haben nie so großem Luxus gelebt. Wir hatten schon sehr Fokus darauf. Dann konnten wir das finanzieren. Dann gab es ... Vielleicht noch kurz, das abzurufen, damit man es versteht. Es gab dann nach diesem Gründerstipendium noch so Start-up, so ein Businessplan-Wettbewerb. Den haben wir dann irgendwann gewonnen. Das war kurz danach. Da hat man 15.000 Euro Preisgeld bekommen. Da waren wir auch eine riesige Überraschung, weil eigentlich gewinnen sowas immer die Maschinenbauausgründungen von der Uni und wir als so ein saloppes Rucksackding zum ersten Mal hat so etwas diesen Preis gewonnen. Aber da ist halt so bisschen die Akribie gewachsen, dass wir besser verkaufen konnten. Extrem interessant, aber jetzt kommt langsam so ein Bereich auf, wo ich merke, ihr seid diese grundsätzliche Fragestellung der Problembewältigung deutlich strukturierter und bedachter angegangen, als das viele tun. Ich habe es verstanden, so die erste Phase wird gut geklappt, ihr habt dann für euch aus Zufall oder warum auch immer. Zufall ist das, was einem ja zufällt. Also kann man auch positiv konnotieren. Das hat erst mal geklappt. Aber dann seid ihr ja auch strategisch an die Sache hingegangen, weil sich auf ein Gründerstipendium zu bewerben, was ja auch erst mal mit Bürokratie verbunden ist, was ja jetzt dem normalen Gründer, insbesondere im E-Commerz so ja erst mal nicht unbedingt innewohnt und dann ergänzend dazu sogar noch einen Businessplan Wettbewerb zu gewinnen, setzt er erst mal voraus, dass es so etwas überhaupt gibt. wahrscheinlich auch irgendwo herleiten, warum eure Ausbildungen Jurist und Ingenieur irgendwie dazu beigetragen haben, dass das Ganze ganz gut funktioniert, weil ihr seid es auf jeden Fall mit mehr Struktur und auch mit der Bereitschaft einer ordentlichen Dokumentation, sage ich jetzt mal vorsichtig, angegangen. Würdest du sagen, das war auch irgendwo integral, dass ihr diesen Erfolg über die Zeit, wie du ja vorher sagtest, aber es damals noch nicht wusstest, dass ihr diesen Erfolg skalieren konntet und dass es nicht einfach nur größer wurde, aber mit der Größe des Unternehmens auch die Risiken im gleichen Maße für euch persönlich gestiegen sind? Genau, du hast es eigentlich ganz gut beschrieben. Diese erste Phase, das würde ich wirklich auch mal im Kopf, ist das irgendwie so ein erster, ich probiere mich mal, wir probieren uns mal ein bisschen ausbereich. Da haben wir wirklich viel ohne Bedacht, ausprobiert und dann irgendwie gemacht. Natürlich zu dem Moment sicherlich schon irgendwie gedacht, dass man darüber nachdenkt, aber insgesamt nicht geschafft, das heraus zu zoomen und das aus der Vogelperspektive einzuordnen. Mhm. Dann kamen natürlich Themen wie, müssen jetzt Ware, da waren wir gerade, da muss man jetzt Ware einkaufen, weil dieses, ich verkaufe alles und kaufe danach, das funktioniert ja nicht, so kann ja kein Geschäft funktionieren. Da haben wir gedacht, okay, jetzt müssen wir es mal professionieren. Jetzt ist natürlich eine Juristin und ein Maschinenbauingenieur, würde ich uns mal zutrauen, wir können ganz gut reden, wir können uns, also wir können ganz gut analytisch denken. Und deswegen habe ich da halt einen, also ich habe einen Businessplan rausgegangen, das war halt eine Doktorarbeit.... Klingt jetzt irgendwie arrogant, aber das war das Beste, man für eine Rucksackfirma hätte raushauen können. wenn das Ding, also jetzt habe ich nicht damit gerechnet, dass wir gewinnen, wenn das nicht gewinnt, dann ist es nicht möglich, mit einem Rucksack jetzt zu gewinnen. Also da haben wir extrem viel Zeit investiert. Dann haben wir parallel mit Banken, also man kann mit Banken zu sprechen und so. Also dann fing da irgendwie doch vieles an, dass wir da einfach bei so einem Schalter umgelegt haben, okay, das kann irgendwie was werden. Das ist irgendwie nicht wie meine Freunde, meine Familie kriegt 200 Rucksäcke die nächsten 100 Jahre geschenkt. Ja, irgendwie ist es uns dann gelungen, quasi die Praxis so ein bisschen zu beherrschen und alles sehr in Dashboard zu bauen. Also dann fing es wirklich sehr an, in Dashboard zu bauen, alles sehr analytisch anzugehen und dann halt irgendwie die Fehler, die man gemacht hat, irgendwie auch zu übersetzen in Handlungsaufforderungen, das dann nicht zu machen, das zu lösen. Das heißt, wir kategorisieren jetzt einfach mal zur Vereinfachung gegenüber dem Zuhörer. Wir hatten Phase 1 Hemdärmlichkeit mit viel Optimismus, Phase 2 Proven Concept auf fundamentaler Ebene mit dem Anspruch zu sagen, ok, wenn es im Kleinen funktioniert, funktioniert es auch im Großen. Wir können das Kleine funktionieren, das größer skalieren, mit aber der notwendigen Grundvoraussetzung der Professionalisierung. Und diese Professionalisierung, und das habe ich ja immer wieder in unserem sehr geschätzten und sporadischen Austausch über die letzten Monate und Jahre hinweg immer sehr stark gemerkt bei dir, bist den Dingen immer sehr, sehr ernsthaft begegnet. Also für dich waren die Dinge nie irgendwie, okay, ich bin jetzt erfolgreich, danke, ciao und das wird schon laufen, sondern du hast jede Phase irgendwie immer so mit einem Day-One-Mindset begonnen, aber schon immer auf Grundlage dessen, was du schon weißt und kannst aus der Vergangenheit. Würdest du das so erstmal bestätigen? Ja, okay. Und dieses Day One meint sozusagen, ich starte eigentlich jeden Tag bei Null, ich bin sparsam und habe aber trotzdem ein umfängliches Portfolio an Erfahrungen der Vergangenheit, gibt mir die Grundlage, es heute deutlich besser zu machen, wie gestern, and so on, die Zukunft, und natürlich rückwärts gedacht in die Vergangenheit. Gab es für dich in dieser Phase zwei der Professionalisierung so ein paar Meilensteine, wo du sagst, da habe ich richtig gemerkt, dass aus dieser anfänglichen Idee mit einer Idee, funktioniert, vielleicht mal zusammengereift auf ein paar größere Abschnitte, ein echtes Unternehmen wird. Etwas, was wirklich funktioniert, wo wir planbar Erfolge für uns und für unser Unternehmen generieren können. Ja, also es gab in dieser Zwischenphase, wo wir dann, sag ich mal, ich würde sagen, Phase 1,5 bis 2, also dazwischen würde ich sagen, wir haben ja auch irgendwie da mal einen Mitarbeiter eingestellt oder eine Mitarbeiterin eingestellt und so. Und dann würde ich sagen, Führung ist ja jetzt nochmal ein ganz anderes riesiges Thema. Da haben wir dann auch noch viele Fehler gemacht und viel herumprobiert. Ich würde aber sagen, was mir wirklich, also was ein riesiger Shift war bei uns im Rahmen von diesem Gründerstipendium oder generell irgendwelchen Support. Also ich muss hier, wir kommen aus Bochum und Bochum verbindet also mit so einer Kohle-Stadt, jetzt, also als Außenstehender verbindet man nichts Gutes mit. Bochum hat einen extrem starken Start-up-Support und wir haben so ein Förderprogramm und da war ein Bestandteil davon, dass man einen Mentor an die Seite bekommt, der einem dann unter die Arme greift. Man trifft sich mit dem ein paar Mal, auch nicht oft, irgendwie so zwei, drei Mal, und sagt dem, wo man gerade steht, der sagt dann seine Meinung dazu. wir hatten den Herrn Siebers, Bastian Siebers, der ist heute der CEO von Flakoni. Und vielleicht hört ihr das ja hier, ich werde ihn vielleicht darauf hinweisen, heute sind wir ganz gute Freunde, würde ich sagen. Dem haben wir das damals erzählt, damals war er CEO von Babymarkt. Die haben so eine halbe Milliarde Umsatz, also riesige, ganz andere Größenordnung als wir. Und er wird jetzt lachen, wenn er das hier hört. Der hat uns wirklich, sorry für die von den Arsch aufgerissen, der hat uns wirklich gesagt, was macht ihr denn da? Das taugt doch alles überhaupt nichts. Ihr müsst das jetzt mal viel größer denken. Und in dieser Phase zwischen Babymark und Flakoni, war so ein halbes Jahr, hatten wir das Glück, dass er bei uns war. Also er hat ja quasi Zeit. Ich war frech genug, ihn zu fragen, ob er nicht Lust hat, uns zu kommen und seine Zeit bei uns zu verbringen. Und dann saß halt dieser extrem erfahrene Mensch neben mir und hat halt wirklich gesagt, wir brauchen jetzt ein Dashboard dafür. Und war sehr dankbar für diesen Kontakt und dass er das für uns tut und hat natürlich die Nacht durchgeachert, um ihm am nächsten Tag ein perfektes, in meiner Erkenntnis, also meiner Auffassung, perfektes Dashboard hinzuschustern, was wir noch nicht vorher hatten. Da habe ich so viel gelernt, wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der sehr erfahren ist. Und da ist so viel passiert in dieser Zeit, weil ich konnte so viel lernen und plötzlich habe ich halt verstanden, die Kosten-Umsatz-Relation der einzelnen Punkte zu verstehen und auf die einzelnen Kostenstellen quasi runterzubrechen und verstehen, okay, welchen Effekt hat jetzt irgendwie was? das ist wirklich der größte Meilenstein in meiner persönlichen Entwicklung und damit hat auch der Entwicklung unserer Marke gewesen. Okay, wir deduzieren. Wir hatten den Sebastian Sivers, heute CEO von Flakoni, war damals bei BibiMarkt. Mit BibiMarkt verbindet mich immer der Kontakt zu einem sehr geschätzten Partner von mir, der da auch in der Füllungsebene mit engagiert war. Aber du hast zwei Dinge ganz klar bewiesen in der Phase. Du bist erstens coachable und zweitens bist du unfassbar fleißig. Weil wenn jemand sagt, ich habe hier erstens die Bereitschaft, dass ich mich von jemandem coachen lasse, ist er das Gegenteil von ich weiß alles, weil ich hatte ja schon anfängliche Erfolge. Man hätte ja auch und ganz viele tun das zu der Erkenntnis, der vermeintlichen Erkenntnis kommen können, zur Annahme zumindest. Ich bin so großartig und ich bin schlauer wie ihr alle. Ihr habt es nur noch nie verstanden, dass ich schlauer bin wie alle. Das war offensichtlich nicht der Fall. Okay, Checkmark. Punkt Nummer zwei. Du bist coachable. und du hattest dann auch wieder das, was dir zufällt, ich glaube, du hast es dir aber auch hart verdient, dann eben einen sehr guten Coach oder Mentor, oder du auch immer nennen möchtest an der Seite, der dir respektive euch den Arsch aufgerissen hat. Was aber auch voraussetzt, dass du das annimmst, weil in der anfänglichen Überzeugung hättest sagen können, du hast gar keine Ahnung von meinem Geschäft, ich verkaufe hier meine Rucksäcke und zwar auf eine Art und Weise, wie es niemand geglaubt hätte, nämlich auf der Veggie World. Also du hättest mir wahrscheinlich auch nicht gesagt, dass ich auf die Veggie World gehen soll, lieber Sebastian, oder? Ja, nee, hättest du wahrscheinlich nicht. So und Punkt Nummer drei, du warst wahnsinnig fleißig, weil wer ist denn bereit von jemandem, der einem am Anfang erstmal gegen das eigene Geschäft redet, die Nacht lang durchzuarbeiten, etwas aufzubauen, was er ja selber bisher für nicht notwendig erachtet hat, nämlich einen Dashboard zu bauen. Also diese unterschiedlichen Facetten deiner Persönlichkeit haben ja auch maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Professionalisierung so Einzug halten könnte, weil die hätte ja auch an der Tür klopfen können mit dem Sebastian Sivers und du hättest die Tür einfach nie aufmachen können. Ja, also ich würde sagen, eine Haupt-Eigenschatt, komisch über mich zu reden, aber... Aber du bist ja wesentlich beteiligt. Also der Volker kam ja nicht von ungefähr. Du hast den ja initiiert. wenn sie jetzt hier wäre, sagt das auch immer zu mir. Meine Haupteigenschaft ist, dass ich niemals aufgebe. Das klingt jetzt irgendwie seltsam oder so, aber ich muss wirklich sagen, wenn es ein Problem gibt, ich setze mich so lange vor dieses Problem, bis dieses Problem gelöst ist. damit meine ich jetzt, ich rede jetzt nicht von einer Stunde oder so, ich habe dann auch mal Ich war sehr dankbar für diesen ganzen Support von der Stadt Bochum und habe dann auch einmal diese Mentorenrolle an einer anderen Stelle eingenommen. dann hat jemand im Uni-Kloster, die ganz am Anfang waren, habe ich dann gesagt, wenn ihr Fragen habt, meldet euch. Und dann hat sich einer von denen auch gemeldet und gesagt, ja, also habe ich auch gesagt, ihr müsst so ein Dashboard bauen. Also habe es quasi genau übertragen, wie es mir gesagt wurde. weil ich das als extrem essentiell wichtig erachte. Damit hat bei uns sehr viel Erfolg begonnen. Dann kam nach einer halben Stunde die Antwort, am nächsten Tag, so, du Björn, komm hier nicht weiter. Wie habt ihr das und das gemacht? Dann hab ich ihm das erklärt und gesagt, boah, saß da wirklich richtig lange vor, weil ich das verstand, aber ich hatte keinen, weil ich hab mich nicht getraut, Bastian zu fragen, wie geht das? Und dann sagte der Kollege zu mir irgendwie, ja, ja, ich hab da auch drüber nachgedacht. Ich saß da bestimmt eine Stunde vor. sagte, du gehst es nicht. Ich saß da keine Stunde vor. Ich saß da 18 Stunden vor. Ich hab nichts gegessen und nichts getrunken und ich war die auf dem Klo. Ich hör nicht auf, bis ich dieses Problem gelöst hab. Und das kann auch eine negative Eigenschaft sein, weil das ist nicht der einfachste Weg, jemanden zu fragen. Ist ja viel schneller. Aber ich würde sagen, also das ist wirklich meine Meinung, die ist sicherlich sehr unpopulär heutzutage. Wenn du was richtig, richtig verstehen willst, dann musst du die Stube fassen. Also du musst da... auch. Du musst da richtig kämpfen und es tut richtig weh. Aber wenn du das überstanden hast, erst mal fühlt es sich geil an und danach hast du ein Verständnis, das hast du nicht, wenn du mir jetzt erklärt hast, wie es geht. Also ich habe ja im Master bewusst Wirtschaftspsychologie studiert und wir sprechen immer von Verstehen und von Durchdringen und durchdringen ist weniger, dass du die Sache durchdringst, sondern dass die Sache dich durchdringt. Und wenn du dir das vorstellst, wie so ein Pfeil, einmal durch deinen kompletten Körper irgendwie von der Kopfspitze bis zur Fußspitze durchgeht, dann hast du es wirklich verstanden und durchdrungen, also dann hast du das, was du eigentlich Verstehen nennen wollen würdest, eben nicht nur am Rande mal angefasst, weil die meisten, die berühren das irgendwie, was ich so metaphorisch jetzt vorstelle, wenn man nur zuhört, ich versuche es mit meinen Händen zu skizzieren wie so ein So so eine Kugel, da darfst du dich nicht nur anfassen, sondern du musst die aufschneiden und musst alles in der Kugel befindliche Einmal vollkommen auseinandernehmen, um am Ende zu sagen, ich habe es vollständig durchdrungen. Und ich glaube, dieses Durchdringen ist ein hoher Anspruch von dir. Und ich glaube, das rührt aber auch aus deiner Ausbildung heraus, weil wenn du deine fundamentalen Logiken in der Mathematik, in der Physik und Co. nicht verstanden hättest, hättest du dich keiner strukturierten Problemlösung annähern können, weil ein wirkliches Auswendiglernen in deiner Domäne aus dem Akademischen heraus einfach nicht wirklich gelingen kann aufgrund der Art, wie Probleme abgefragt werden. Ich habe sogar die Beobachtung gemacht. Es gibt auch immer Stellen, wo du denkst, das habe ich jetzt nicht so, ist mir jetzt nicht 100 % klar, aber komm, mach's schon. Inzwischen ist es wirklich so, ich merke das so oft, drei Wochen später oder von mir aus auch drei Jahre später oder wann auch immer, irgendwann kommt dieser Moment, wo du sagst, scheiße. An der Stelle habe ich damals gesagt, ja komm, das wird jetzt nicht so wichtig sein. Jede Lücke in deinem Know-how. wird am Ende zu einem Problem. Sobald du diesem Thema dranbleibst, musst du es komplett verstanden haben, sonst kannst du das nicht lösen. 1000 prozent und am ende muss ich überlegen jede kette ist noch so stark wie erschwächstes glied und deine lücken sind am ende die schwachen glieder und du wirst halt genau an der stelle brechen wo du dann halt eben nicht mehr weiterweist oder dich vielleicht nicht getraut zu fragen weil du nicht sitzen geblieben bist und halt eine stunde und nicht 18 stunden daran gesessen bist aber um es dann nicht zu weit auszuschleifen aber ich bin 100,0 prozent einer meinung zu deiner rolle als als mentor gehe ich dann später noch mal drauf ein was du da alles getan hast Aber was du ja schon sehr klar deduziert hast, der Feststellung, ok, der Sebastian hat mir gesagt, ich soll einen Dashboard machen und das hat funktioniert und irgendwie scheint so eine Grundregel zu sein, die ich jetzt mal genauso weitergebe, weil ich erzähle einfach genau das gleiche, du sollst auch einen Dashboard bauen, weil bei mir hat es funktioniert und ich glaube, das ist so als generelle Wahrheit erstmal anzunehmen. Glaubst du im Unternehmertum gibt es ein Set, wie in der Naturwissenschaft, von generellen Wahrheiten? indiskutabel sind, die kannst unfreiwillig zu Erfolg führen, wenn du dich an diese hältst. Dann gibt es wahrscheinlich viele Stellschrauben, man dann als vermeintliche Individualität, ich glaube diese vermeintliche Individualität ist einfach nur ein selteneres Vorkommen dieser Grundregeln, aber es gibt so ein Basisset an Regeln, dass jeder mal irgendwie so einen Basiserfolg erlangen kann und das heißt schon mal, du kannst Geld verdienen und du kannst irgendwie davon leben im übertragenden Sinne. Ja, also ein ganz großes Thema in meinem Mindset ist Systematisierung. es geht mir wirklich darum, also unser Startup, also ich sage auch mal mit Sperling, wir bauen den Prototypen eines E-Commerce-Unternehmens und zufällig machen wir Taschen. Also das ist heute so ein bisschen so. Aber eigentlich bauen wir hier ein System für einen, ich sage jetzt mal E-Commerce-Unternehmen, aber im weitesten Sinne sogar für ein Unternehmen. So, und das ist dann mit größeren Änderungen auch für ein anderes Unternehmen übertragbar. Weil wer weiß, was ich mein Leben lang mal mache. Ich möchte halt irgendwie... Also, ich baue das quasi so ein bisschen... Also, nicht ein bisschen, sondern ich baue das auf und das soll recht allgemeingültig sein. Und mir begegnet dann immer, wenn ich das jemandem erzähle oder jemandem empfehle, das auch so ähnlich zu machen oder einen Impuls geben möchte, höre ich dann immer das, was du gerade gesagt hast, aber bei uns geht das ja nicht, weil... Oder... im Marketing oder bei uns ist ja kreativ, weil deswegen geht es nicht. Nein, das ist falsch. Du kannst überall ein System draus bauen. Es mag sein, dass dir das eine schwerer fällt, das andere irgendwie leichter, weil man das da irgendwie schon mal angewendet hat oder so. Aber das geht überall. Man kann alles in ein System und in einen Wert, in so einen Wertekosmos einsortieren, auch wenn man das im ersten Moment nicht glaubt. Ja, ich glaube den meisten Menschen fehlt die Fähigkeit aus etwas Konkretes und etwas Abstraktes zu formulieren und damit diese Grundregeln abzuleiten, weil sie eben diese übergeordneten Wahrheiten oder diese Fundamentalprinzipien so nicht sehen können. Nicht unbedingt weil sie es nicht wollen, sondern weil sie ja wirklich der Annahme verfallen sind. Das ist nur bei mir der Fall. Und wenn sie aber feststellen, dass wir ja alle unter den gleichen Umständen leben, also ich sage immer jeder lebt auf der gleichen Welt im Finance, jeder hat mit den gleichen Banken zu tun, jeder hat mit den gleichen infrastrukturellen Problemen zu tun, dann gelten auch für dich die gleichen Regeln und wenn du eine deutsche GmbH bist, dann unterliegst du dem gleichen Gesellschaftsrecht wie jede andere deutsche GmbH, außer du erfindest eine neue Rechtsform, die nur für dich gilt mit entsprechender Judikatur, die dann eben auch nur für dich anwendbar ist. Aber das ist nicht der Fall. Also finde ich extrem cool zu sagen, wir bauen den Prototyp einer Brand und wir machen halt zufällig Taschen. was ja irgendwo auch dazu beiträgt, dass du ja selber wahrscheinlich der Annahme bist und das war ganz am Anfang von unserem Gespräch Bestandteil, eigentlich hast du gar keinen Bock wirklich zu arbeiten, eigentlich willst du nur ein System bauen, das so gut wie möglich funktioniert, also eher so diese abstrakte Idee von ich will es so gut wie möglich, mache mir fast egal was ich da eigentlich mache, aber Hauptsache es ist so gut und smart wie möglich. Ja, das ist wirklich ein riesiges Thema bei mir. Das steht mir auch manchmal so im Weg, weil natürlich ... Mein Geld verdiene ich jetzt schon damit, dass wir Taschen verkaufen, operativ diesen Case abhandeln. Es macht mir aber doch am meisten Spaß, ein System zu entwickeln. wenn das irgendwie unabhängig von mir funktioniert, das ist immer so ... Ein System wird nicht von mir ausgeführt oder so. Ja, das hängt schon viel zusammen. Und es gibt für mich keinen schöneren Moment als diesen Moment, du hast irgendwas, du hast irgendein System, irgendein Prozess aufgebaut. Und der ist jetzt, der funktioniert, der ist mehrfach getestet. Und ich bin darin gar nicht involviert. Aber ich kann jeden Zeitpunkt gucken, wie funktioniert das? Das ist wirklich das Beste, was es gibt. Und deswegen sag ich auch bei uns mal, mir geht es jetzt gar nicht darum, dass wir etwas ausführen, sondern dass wir genau verstanden haben, wie wir das ausführen, damit es für die Zukunft immer wieder 100 % klar ist. Also ich kriege alles mal eben, also ich muss nur aufmachen, dann kriege ich es immer irgendwie hingepfrickelt. Aber wenn ich genau verstanden habe, dass erst mache ich das, dann mache ich das, dann mache ich das, wenn da nämlich ein Fehler passiert, kann ich zurückgehen, irgendwie zwischen eins und zwei ist ein Fehler passiert, ich muss noch 1,5 einführen, also einen Schritt dazwischen und dann läuft das rund für immer. So, das ist so viel besser, als ich habe das jetzt fertig. Mir geht es nicht darum. Wenn ich nicht verstanden habe, wie es geht, dann ist das ja eine Momentaufnahme. Ich unterscheide da immer, das sage ich ganz, also diese Analogie habe ich ganz oft im Kopf, ich nicht von wem ich sie habe, wenn man sagt, man baut etwas auf, also wir sagen alle, bauen ein Unternehmen auf. Da muss man eine Analogie führen zu, ich baue ein Haus auf. Weil ich baue ein Haus. Wenn du ein Haus baust und du jetzt verreist, stirbst, was auch immer, dann hast du das Haus gebaut. Das Haus ist aufgebaut. Aber wenn du den Abwasch machst, dann führst du das aus. Und morgen ist ja da wieder dreckig. Da muss der Abwasch wieder ausgeführt werden. Und ich unterscheide extrem klar zwischen, wir bauen ein Unternehmen auf und wir führen etwas im Unternehmen aus. Und mir geht es natürlich nicht darum, dass wir jetzt gerade punktuell mal heute was ausgeführt haben. Ja, wir müssen was ausführen, weil die Ausführung, die bestimmt halt, dass wir am Ende Geld verdienen. Aber langfristig bauen wir ein Unternehmen auf. Ich würde sogar noch jetzt diese Arroganz besitzen, deine Metapher weiterzudenken und würde sagen, es gibt denjenigen, der baut ein Haus. und merkt gar nicht, dass er im Building-Prozess des Hauses sich selbst in dem Haus einbaut und sogar dazu gezwungen ist, den Abwasch für immer zu machen. Er hat gar keine Optionalität, weil er vergessen hat, die Tür einzubauen und damit quasi für immer im Haus steht. Er kann schon noch paar Steine und Wände irgendwie draufsetzen und einziehen. Er muss aber trotzdem den Abwasch machen und er hat gar nicht die Option, dieses Ding jemals wieder zu verlassen. Das heißt, wenn er sterben wird, wird er in dem Haus sterben und ein... Betreten für den anderen ist auch nicht möglich, weil es gibt ja keine Tür. Das heißt Unternehmensverkauf unmöglich. Du wirst in deinem Unternehmen sterben und du bist für alles, was in dem Unternehmen jemals passiert, selbstverantwortlich. Wenn du selber nicht die Verantwortung, also die Antwort auf die Frage formulieren kannst, dann wird dieses Unternehmen auch nie etwas zu Wege bringen und damit bist du das Unternehmen und damit gibt es kein Unternehmen. Herzlich willkommen in einer Realität, wo eigentlich kein Bründer sein möchte, wenn er mehr als zwei Stunden über sein eigenes Unternehmen im gesamten Geneseprozess des Unternehmens nachgedacht hat. Okay. Wenn du aber jetzt so abstrakt darüber nachdenken kannst, was ja eine Fähigkeit ist, die viele nicht haben, wie stark beschäftigt dich die Idee, Sperling Banks irgendwann mal vielleicht zu verkaufen? Weil faktisch ist es ja eine Maschine, die für sich erstmal steht und wenn du Future Cashflows in die Gegenwart ziehst und so rational bist du wahrscheinlich, dass du merkst, du hast beschränkte Lebenszeit und jeden Euro, den ich heute verinvestieren kann, weil ich ihn aus zukünftigen Erzeugungen diskontiert in die Gegenwart ziehe, kann ich heute für weitere Investitionen nutzen und vielleicht meine Kompetenz der skalierbaren Maschinenbauerei im übertragenen Sinne öfter anwenden. Dann müsste es ja für dich irgendwie einen Tipping-Point geben, wo du sagst, ich muss hier raus, weil sonst bin ich quasi gezwungen, der ineffizient zu dienen. Ja, also das ist ja wirklich jetzt sind wir ja von der Ursprungsidee wirklich zum ganz, zum heute quasi übergekommen. Eine wahnsinnig tolle rhetorische Reise, wir hier durchgemacht haben. Also das ist wirklich ein Thema, was uns irgendwie beschäftigt. Jetzt würde ich gerade zum aktuellen Zeitpunkt sagen, Sperling ist noch nicht verkaufbar. Also es ist noch nicht so, es hängt noch sehr viel von mir ab. Es gibt ja verschiedene Strategien. Man kann ja sagen, und das ist als Bootstrap doch wieder nicht so viele. Du kannst ja sagen, ich möchte dieses System aufbauen. Bei mir, das habe ich schon öfter in einem Podcast drüber gesprochen, es gibt bei uns alles, was wir tun, gibt irgendwie einen Auslöser dafür. Immer wenn ein Auslöser passiert, dann wird eine Kette an Prozessschritten ausgeführt. Und meine Aufgabe ist es, das sehe ich als Ziel, als Meilenstein, ich möchte, eigentlich zu jedem standardmäßig aufkommenden Auslöser klar ist, was dann passiert. Weil wenn das der Fall ist, dann ist das Unternehmen unabhängig von mir. Und jetzt gibt es die Möglichkeit, du hast sehr viel, wahrscheinlich externes Geld und kannst dir Leute einkaufen, die diese ganzen Auslöser kennen und das aufbauen. So. Oder du hast dieses externe Geld nicht, weil du bist Bootstrapped und dann musst du dafür selbst entwickeln. Wir haben uns, weil wir Bootstrapped sind, für das Letztere entschieden. Aber auch deswegen, weil es, glaube ich, sehr schwer ist, eine weitere Person zu finden, die genauso denkt, und seine Gedanken in unser System reinbekommt. Das ist für mich jetzt der einfachere Weg. Ich habe auch Spaß daran, mich selbst da einzudenken. Das Selbstverständnis heißt ja nicht, dass ich mir keine externes Know-how dazu nehmen kann, damit ich schneller dahin komme. Aber ich würde sagen, wenn wir da weiter sind, dann ist sicherlich der Gedanke, dass wir Sperling irgendwann verkaufen. Hättest du mich vor ein paar Jahren gefragt, da war meine Idee immer... Wir bauen mit Sperling. Ich mache das einmal im Jahr, nämlich ein weißes Blatt Papier. Und mal mir quasi mehr oder weniger fiktiv auf, wie sieht denn die Zukunft aus. Und da war mein Bild immer, es gibt dann so ein Firmengebäude, so ein Quadra, so ein schönes, modernes Gebäude, da steht oben Sperling dran, da fahre ich morgens hin. Und dann sind da alle Leute, alle haben gute Laune, wir verkaufen Rucksack und alles ist super. Ich muss sagen, das hat sich aber ein bisschen gewandelt, weil auch ich, genau was du gerade gesagt hast, eher das Gefühl habe, Mir macht das deutlich mehr Spaß, dieses System zu entwickeln. Und das irgendwie... Dann ist am Ende so ein E-Commerce-Unternehmen schon sehr kapitalintensiv. Und da musst du da dann wirklich jetzt Millionär mitzuwerden im operativen Geschäft, ist schon herausfallig. Johannes Klisch sagt das ja auch öfters. Es ist unmöglich, mit einem E-Com Unternehmen ohne Exit, ja, Millionär zu werden. Und... Ja, genau. gemacht haben. Genau, so. Auf der Titelweise war das auf jeden Fall eine entscheidende Stelle, die er öfter sagt. Und da hat er wahrscheinlich ja auch recht. jetzt kann ich ja wohl, also sowieso so offen kann ich ja sein, dass natürlich mein Ziel ist, mir Geld mittelfristig keine Sorgen mehr machen zu müssen oder keine großen negativen Gedanken machen zu müssen. Richtig, so. In der Runde kann ich es sicherlich auch so formulieren. Deswegen sage ich das jetzt auch. Mir geht es natürlich darum, sehr viel Geld zu haben, zu verdienen, wie auch immer. Da muss man natürlich abwägen, was ist der Weg, dahin zu kommen. Ich bin mir nicht 100 Prozent oder ich bin mir relativ sicher, dass der Weg, ich führe Sperling unendlich lange bis zum Rentenalter aus, dass es nicht der Weg ist. Katharina und ich, wir haben noch nicht final beschlossen, wie der Weg dann aussehen wird. Ich empfand unsere Gemeinsame Reise im Podcast ebenso für sehr rund und gelungen und eine Sache ist uns jetzt wirklich paar Exynos zum Ende hin gelungen. Das hast du jetzt wahrscheinlich wissendich gemacht, so wie ich dich einschätze. Du hast davon gesprochen, dass du dieses System deiner eigenen unternehmerischen Tätigkeit heute neu definierst, wie noch vor ein paar Jahren, wo du ja dachtest, Firmgebäude und alles bippi fein. Ganz am Anfang von unserem heutigen Gespräch haben wir über das Thema uninformierte Entscheidungen gesprochen und dass du dachtest, dass du eine informierte Entscheidung getroffen hast. Und das ist glaube ich sinnbildlich dafür, dass du das System hinter dem eigentlichen System verstanden hast und am Anfang dachtest du, das System ist eben Firmgebäude und alles schön und jetzt ist das System viel mehr ganz viele von diesen Gebäuden zu bauen, wo eben nicht nur Sperling drauf steht und jedem dieser Gebäude genau das zu geben, was du mit dem Instrument Sperling eben einmal erlernt hast. Das war quasi deine Masterarbeit, deine Doktorarbeit, wenn man so möchte. Und jetzt kannst du diese erlernten Fähigkeiten auf alle möglichen Fälle direkt in Anwendung bringen. Du hast also ein generelles Regelwerk für dich erschaffen, wo du in je nachdem wie viel Zeit und Mühe du investieren möchtest, in regelmäßiger Häufigkeit dann eben genau das zum Einsatz bringen kannst, deinen persönlichen Anspruch, ich absolut zuteile und wo ich sage, das sollte auch jeder Unternehmer mit einem fundamentalen Verstand für Risk-Reward-Ratio genauso denken, dass du einfach zu dem Geld kommst, deine unternehmerischen Zielsetzungen und deine systemischen Effizienzansprüche irgendwie in die Welt übersetzen zu können. Ja, da kann ich gar nicht so viel hinzufügen. Hervorragend! Ich glaube wir haben es geschafft in einer Stunde und jetzt 13 Minuten eine wunderbare Reise zu kreieren. Wie du denkst, wie die ganze Brand entstanden ist. Ich denke immer noch zurück an die Veggie World, also zumindest namentlich. Das erste was ich jetzt mache nach unserem Podcast, ich muss googeln wie diese Messe ausschaut. Ich kann es mir noch nicht so genau vorstellen, obwohl ich selber mal knapp fünf Jahre vegan gelebt habe. Wie dem auch sei, ich schaue es mir an. Gibt es denn von deiner Seite noch irgendetwas, wo du sagst, das möchtest du den Zuhörerinnen Zuhörern auf jeden Fall mitgeben. Das war für dich in deiner und in hinsichtlich so wichtig und es wäre dir an der Stelle auch noch mal wichtig so explizit auf den Punkt zu bringen. Also ich glaube von den Sachen, die wir heute besprochen haben, ist wirklich für mich ein extrem fundamentaler Punkt, dass ich einmal vorhin gesagt habe, wenn du das Gefühl hast, du hast irgendwas nicht verstanden, dann geh nicht drüber hinweg, sondern zwing dich dazu, diesen Punkt zu verstehen. Mhm. Und eine Sache, die ich nicht gesagt habe, aber die mir immer wichtig ist und die mich so bisschen motiviert an der Reise. es gibt ja heute so viele Erfolgs-Cases und so. Und ich sag mir ganz oft, wenn es irgendjemanden gibt da draußen, der XY geschafft hat, der 100 Millionen aufgebaut hat, der sein Abi mit 1,0 geschafft hat, hat mich früher immer so bisschen motiviert, der, was auch immer. Wenn es irgendjemanden gibt, der das geschafft hat, dann gibt es keinen Grund, dass ich das nicht schaffen kann. Und das sag ich mir ganz, oft. Und es gibt für mich keinen Grund, das zu widerlegen. Wenn du das richtig willst und bereit bist, wirklich alles dafür zu geben und nicht so ein bisschen, sondern wirklich, dann klappt das auch. Und die Systeme dahinter zu erkennen, eben nicht zu denken, du musst diesen Rat neu erfinden, sondern man sagt ja sehr häufig in der Wirtschaftswelt, der sogenannte Billionaire's Algorithm, also der Milliardärsalgorithmus, die machen nicht viel individuell. Die verstehen nur sehr gut, Systeme abzuleiten und diese Systeme in ihrem eigenen Interesse so schnell wie möglich anzuwenden und das Ganze mit so viel Energie auszustatten, wie es nur geht, in der Regel dann halt Geld, was sie schon mal bringen. Aber das ist so eine Henne-Ei-Frage, das war zuerst am Anfang natürlich dieses Verständnis dafür extrem effizienter und systeme zu bauen, sonst wären sie, wenn es zumindest selfmade ist, eben keine Milliardeerle geworden. Und genau das ist mein Wunsch für dich, Björn, dass ihr es schafft mit eurer unternehmerischen Reise zumindest in eine annähernde Größenordnung zu kommen. Ich glaube, du hast ganz viele Kompetenzen entwickelt über die Zeit hinweg, die ganz vielen helfen können. Die sollten auf jeden Fall bei dir auf LinkedIn vorbeischauen. Ich werde es in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung mit verlinken. Ich finde, teilst immer wieder sehr, gute Inhalte. Das ist nicht nur irgendwie so random Shit, da in mehr oder weniger uh Mäßigkeit geteilt wird, sondern man kann vorbeischauen, man kann sich absolut unentgeltlich wisseneignend von jemandem, der es bewiesen hat, dass er es kann und nicht nur davon redet. Ich danke dir für diese lieben Worte. Sehr gerne. Ich würde sagen, zum nächsten Mal. Herzlichen Dank für deine Zeit und für den verbleibenden Teil des Jahres 2026. Nur das allerbeste für dich und für die Katharina. Ich danke dir und wünsche es dir natürlich genauso. Danke dir, ciao!